Kunde: Stadtwerke Heidelberg SWH

Fernwärmeversorgung


Daten & Fakten

36 Fernwärmeanlagen im WAN-Netz

24h-Rufbereitschaft für alle Fernwärmeanlagen

15 Visualisierungsstationen

19000 Datenpunkte

Fernzugangspunkt für Stadtwerke Rufdienstpersonal über Laptop

Cityruf Textversand

Fachartikel (pdf)


Kundenspezifische Energie-Contracting Modelle - ein Dienstleistungspaket der Stadtwerke Heidelberg AG - für Energieverbraucher im Zusammenhang mit einer Energiesparinvestition werden durch den Einsatz moderner Techniken mit Hilfe von LAE Engineering erzielt.

Mit einem Anteil von mehr als 60 % für die umweltfreundlichen leitungsgebundenen Heizenergien Erdgas und Fernwärme im Heidelberger Wohnungsmarkt nehmen die Heidelberger Stadtwerke im Landes- und Bundesvergleich einen der vorderen Plätze ein. Das Fernwärmeversorgungsnetz ist mit über 150 km Leitungslänge schwerpunktmäßig in den Stadtteilen ausgebaut, in denen durch die Bauweise und Baudichte eine für die Wirtschaftlichkeit der Fernwärmeversorgung ausreichende Wärmeanschlussdichte vorhanden ist.

LAE Engineering implementiert und erweitert das System für die vollautomatische Überwachung und Steuerung von Prozessstationen im ständig wachsenden Fernwärmeversorgungsnetz.

Hier wurde im Zuge der ständigen Erweiterungen, dem Heranwachsen des Fernwärmenetzes und dem forcierten Energiecontractings der SWH alte Technik im Laufe der Jahre modernisiert, durch neueste Technik ersetzt bzw. mit neuer innovativer Technik kombiniert.

Unter den heute gängigen Gesichtspunkten, wie Standardisierung, Transparenz und Durchgängigkeit bis hin zur Peripherie wurden schon damals die Umbaumaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit unserem Stammkunden verantwortungsbewusst von LAE Engineering unterstützt bzw. ausgeführt. Vor ca. 15 Jahren wurden die ersten vorhandenen Fernwärmestationen (Heizwerke, Pumpstationen, Wärmeübergabestationen) automatisiert und mittels Fernwirktechnik fernüberwacht. Dadurch wurde erstmals bei den SWH die Möglichkeit geschaffen nach und nach die im 3-Schichtbetrieb besetzten Heizwerke im BOB-Betrieb zu betreiben. Dadurch konnten enorme Personalkosten eingespart werden.

Globale Vernetzung wird erreicht durch die Nutzung eigener Netzinfrastruktur und Mischung mit fremden Übertragungswegen.

Oberstes Ziel für unseren langjährigen Stammkunden ist die sichere Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet von Heidelberg und der bis zu 25 km entfernten dezentralen Fernwärmestationen. Dies wird erreicht durch die Datenfernüberwachung aller Stationen im BOB-Betrieb.

Zum Einsatz kommt hier ein innovatives System SINAUT ST der Firma Siemens, das über WAN (Wide Area Network) Daten mit einer zentralen Leitstelle und auch Daten untereinander (Querverkehr) austauscht.

Im WAN-Netz werden für die Datenübertragung folgende Übertragungswege genutzt: Standleitungen (Kupfer- und Glasfaser), Analoges Telefonnetz (Post-Mietleitungen), Ethernet (TCP /IP) Netze. Möglich sind außerdem modernste DSL-Technik, Private Funknetze, Analoge Telefonnetze, Digitale ISDN-Netze und Mobilfunk-Netze.

Die Netzausdehnung des WAN-Netzes ist in den letzten Jahren kontinuierlich durch Aufschalten von mindestens zwei Fernwärmestationen pro Jahr gewachsen.

Die Fernüberwachung wurde durch Einführung eines zentralen Prozessvisualisierungssystem Procon-Win realisiert. Über das in der zentralen Heizwerkwarte im Heizwerk 1 installierte System wurden bis vor 6 Jahren im 3-Schichtbetrieb alle bis zu diesem Zeitpunkt fernsteuerbaren Stationen bedient und beobachtet.

Vor 6 Jahren wurde dann begonnen alle Datenpunkte der einzelnen Stationen von der zentralen Prozessvisualisierung auf die modernisierte Verbundleitstelle mit derzeit ca. 16000 Datenpunkten aufzuschalten.

Die Anbindung und Integration der vorhandenen zentralen Prozessvisualisierung an die Verbundleitstelle SIEMENS Spectrum wurde mit Hilfe der Durchgängigkeit und Transparenz der Datenpunkte und der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten realisiert.

Heute ist das in der zentralen Heizwerkwarte installierte Prozessvisualisierungssystem nicht mehr wegzudenken, obwohl die meisten Funktionen parallel in der Verbundleitstelle abgebildet sind. Das System ist bei Ausfall der Verbundleitstelle aus Redundanzgründen für die Abteilung Fernwärme der Stadt-werke Heidelberg unverzichtbar (Notfallsystem).

Um durch Kosteneinsparung den Maßstäben moderner Unternehmensführung gerecht zu werden, liegen die Einsparziele der öffentlichen Versorgungsbetriebe vor allem in den Bereichen Wartung und Störungsbeseitigung.

Durch Fernwartung der entlegendsten Stationen mittels Fernprogrammierung und Ferndiagnose werden Stillstandszeiten verringert, Fahrtkosten und Wartungspersonal minimiert.

Außerdem werden abrechnungsrelevante Wärmezählerwerte durch Umrüstung der Zähler auf M-Bus nicht mehr durch das zuvor notwendige zeitintensive Ablesen der Zähler vor Ort, sondern durch Aufschaltung auf dem zentralen System ausgewertet.

Als zertifizierter Siemens Automation Solution Provider hat LAE Engineering hier ein System verwirklicht, das durch seine Transparenz und Flexibilität genug Raum für die ständigen Erweiterungen bietet. Als enger Partner zu Siemens sind wir stets über alle technischen Neuerungen, innovativen Produkten und Möglichkeiten informiert. Unser Wissen ist Ihr Vorteil.

Die Stadtwerke Heidelberg ist ein langjähriger Stammkunde, den wir sehr gern mit unserem Know-how unterstützen, dem wir mit unseren individuellen Konzepten für die Leittechnik, Automatisierungstechnik und Elektrotechnik Versorgungssicherheit ermöglichen und dem wir als One-Stop-Partner einen 24 h Service bieten, der sich störungsarm, energie- und zeitsparend für unseren Stammkunden auswirkt. Das mit Unterstützung von LAE Engineering realisierte Leittechnikkonzept sowie die Automatisierungslösungen ermöglichen die schnelle Erkennung und die zeitnahe Behebung aller anfallenden Störungen durch das Instandhaltungs-Personal.

Hier eine Aufstellung aller energieerzeugenden, umformenden und -verteilenden Fernwärme-Anlagen:

4 Heizwerke:
- Heizwerk 1 Mitte Heidelberg Stadtmitte
- Heizwerk 2 Boxberg Heidelberg-Boxberg
- Heizwerk 3 Hasenleiser Heidelberg Süd
- Heizwerk 4 West Heidelberg Pfaffengrund

4 Wärmeübergabestationen:
- Station Mitte Heidelberg Stadtmitte
- Station Süd Heidelberg-Süd
- Station West Heidelberg-Pfaffengrund
- Station Langgewann Heidelberg-Neuenheim

2 Pumpstationen:
- Adenauerplatz Heidelberg Stadtmitte
- Ernst-Walz Brückenkammer Nord Heidelberg-Neuenheim

2 Dampfkesselanlagen:
- Heidelberger Brauerei Heidelberg-Pfaffengrund
- Henkel-Teroson Heidelberg-Pfaffengrund

5 Vollautomatisierte Schachtsteuerungen:
- Schacht Stadthalle
- Schacht Alte Eppelheimer Strasse
- Schacht Römerkreis
- Schacht Ernst-Walz Brückenkammer Süd Heidelberg-Neuenheim
- Schacht Karl-Metz Strasse

3 Konventionelle Kesselanlagen (Erdgas-Wärme-Service):
- EMBL Heidelberg
- Max-Planck Institut Heidelberg
- ABB Heidelberg-Pfaffengrund

1 Absorptions- und Schraubenverdichterkälteanlage:
- Campbell Barracks (NATO Hauptquartier Heidelberg)

2 Biogasanlagen:
- Tiergarten Heidelberg-Neuenheim
- Kloster Stift-Neuburg Heidelberg-Ziegelhausen

1 Biomasse Kesselanlage:
- Holzhackschnitzel–Kesselanlage Sportzentrum Heidelberg-Neuenheim

6 Erdgas-BHKW’s:
- Schwimmbad Köpfel Heidelberg-Ziegelhausen
- Tiergarten Heidelberg-Neuenheim
- Alte Stadtgärtnerei Heidelberg
- Alte Fabrik Leimen-St.-Ilgen
- Schulzentrum Mauer
- Schmieder Klinik Heidelberg

6 Klärgas–BHKW’s:
- Abwasserzweckverband Heidelberg
- Abwasserzweckverband Hollmuth
- Abwasserzweckverband Meckesheim
- Abwasserzweckverband Sinsheim
- Abwasserzweckverband Untere Hardt
- Abwasserzweckverband Schwarzbachtal